Ministererlass 2017 Über Weisse Zertifikate: Was Ändert Sich Für Uns?

Veröffentlicht am: 05/05/2017

Neue nationale Energieeinsparziele und neue Richtlinien für die Bereitstellung von weißen Zertifikaten für den Zeitraum von 2017-2020. Der Ministererlass 11. Jänner 2017 ist am 4. April in Kraft getreten und enthält folgende Aktualisierungen: das Dokument (konsultierbar unter http://www.gazzettaufficiale.it/eli/id/2017/01/28/17A00506/sg) entspricht den europäischen Richtlinien 2012/27/UE ( „Energy Efficiency Directive“ genannt) die seit einigen Jahren darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer in Hinblick auf den Einsatz erneuerbarer Energien und die Reduzierung der CO2 Produktion zu erhöhen.

Wir fassen die durch das Dekret eingeführten Richtlinien zusammen:

– Aktualisierung der Themen, die zum Mechanismus der weißen Zertifikate zugelassen wurden;
– Abschaffung von Analyse- und Standardprojekten, Einführung von PPPM Standard und Reduzierung der Mindestgröße des Projekts: zusätzliche Einsparung von mindestens 5 TEP im ersten Jahr für STANDARD Projekte (PPPM Standard) und eine zusätzliche Einsparung von mindestens 10 TEP für Projekte (PC);
– Eine neue Definition der Begriffe Baseline und Additionalität;
– Abschaffung des Koeffizienten τ: die Ausstellung der weißen Zertifikate erfolgt auf der Grundlage der tatsächlichen Verbuchung der Einsparungen für einen maximalen Zeitraum von Jahren, welcher der Nutzungsdauer entspricht. (U);
– Eine Liste unendlicher, förderbarer Projekte mit der damit verbundenen Nutzungsdauer, aufgeschlüsselt nach der Art der eingesparten Energie (konsultierbar im Anhang 2 des Dekrets, Tabelle 1);
– Art der Zertifikate reduziert auf 4 Kategorien von CB/TEE: Titel des Typs I, II, III e IV;
– Verlängerung des Bewertungszeitraums auf 90 Tage durch den GSE, erweiterbar um weitere 60 für die Bewertung von Integrationsfragen;
– Neue Methoden der Verifizierung und Kontrolle aller Energieeffizienzprojekte.

Die Erläuterungen und Klarstellungen von Seiten des GSE werden für Juni 2017 erwartet. Aus unserer Sicht bedeutet die Anpassung der Richtlinien des Ministerialdekrets, dass einige Modalitäten geändert werden, ohne jedoch auf die Möglichkeiten der Energieeffizienz zu verzichten.